Uder OT Schönau

Im Jahre 1089 wurde Uder erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes trat zum ersten Mal unter

der Bezeichnung Udra in die Geschichte, eine Bezeichnung, die sich in der wechselvollen Geschichte des Ortes des öfteren wandelte; wurde er doch 1137 und 1158 Othera, später Udera (1162), Odra, Odera (1205), wieder Udera (1241) noch später gar Ohder (1588) genannt. Ähnlich oft wie der Name wechselten auch die geschichtlichen Gegebenheiten Uders. Die Bewohner des Ortes und des Eichsfeldes allgemein

Verwaltungsgemeinschaft Uder mit OT Schönau

Verwaltungsgemeinschaft Uder mit OT SchönauIm Jahre 1089 wurde Uder erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes trat zum ersten Mal unter der Bezeichnung Udra in die Geschichte, eine Bezeichnung, die sich in der wechselvollen Geschichte des Ortes des öfteren wandelte; wurde er doch 1137 und 1158 Othera, später Udera (1162), Odra, Odera (1205), wieder Udera (1241) noch später gar Ohder (1588) genannt.

Ähnlich oft wie der Name wechselten auch die geschichtlichen Gegebenheiten Uders.
Die Bewohner des Ortes und des Eichsfeldes allgemein hatten bis zu diesem Zeitpunkt bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Thüringische, fränkische, später sächsische und zuletzt mainzische Herrscher erwarben das Gebiet des Obereichsfeldes, zu dem auch Uder gehörte, auf unterschiedliche Art und Weise und mit unterschiedlichem zeitlichen Erfolg.

Uder ist das zweitgrößte Dorf des Eichsfeldkreises mit ca. 2500 Einwohnern und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uder.
Umgeben von Bergen und an der Leine gelegen bietet Uder einen reizvollen Anblick und für Besucher einen erholsamen Aufenthalt.
Uder besitzt eine katholische Kirche, die dem hl. Jakobus d. Älteren geweiht ist. Die Kirche wurde in den Jahren 1908 - 1909 neu erbaut, da die vorhandene Kirche zu klein geworden war. Alle Kunstschätze wurden erhalten. So wurden Flügelaltar, Hochaltar, Taufstein, Gestuhlwangen und andere Gegenstände wieder in die neue Kirche übernommen. Auch die Empore errichtete man in ihrem alten Stil.
Eine weitere Sehenswürdigkeit der Kirche ist das ca. 40 cm hohe, geschnitzte Reiterstandbild des hl. Georg, dessen Herkunft ungewiß ist. Einer Sage nach soll die Figur von einem Pferd beim Ackern freigescharrt worden sein.

Die am Westausgang Uders gelegene evangelische Christuskapelle wurde im Jahr 1927 - 1928 errichtet. Zahlreiche Spenden aus nah und fern ermöglichten nicht nur den Bau, sondern auch die komplette Innenausstattung der Kirche.

Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist die Lourdesgrotte aus Naturstein auf dem Marienhügel, dem ehemaligen Katzenkopfe. Sie wurde im Jahre 1907 von Mitgliedern des Arbeiter- und Turnvereins errichtet. Die große Marienstatue wurde direkt aus Lourdes bezogen. Sie war ein Geschenk von einigen Lourdespilgern. Am Kirchweihfest des Jahres 1908 wurde die Grotte eingeweiht. Der Stationsweg zur Grotte wurde ebenfalls im Jahre 1908 eingeweiht.
Auf Grund der guten Lage des Dorfes und des idyllischen Ortsbildes wurde die Gemeinde Uder 1961 als Ferienort anerkannt.

Aus der ehemaligen Feriensiedlung des FDGB entstand die Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld e.V., die am 5. Oktober 1991 feierlich durch Bischof Joachim Wanke eingeweiht wurde. Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten öffneten sich die Türen für Gäste aus nah und fern. Die Ferienstätte ist eine einladende Bungalowsiedlung, wo Menschen einander begegnen, gemeinsam lernen, freimütig Gedanken austauschen und fröhlich feiern können.
Die Veranstaltungsangebote beinhalten Seminare, Tagungen und Bildungsfreizeiten mit gesellschaftspolitischen, religiösen und kulturellen Themen, Kurse für Familien, Senioren und Behinderte sowie Kurse im musisch-kreativen Bereich.
Große Grünflächen auf dem weitläufigen Gelände bieten Spiel- und Sportmöglichkeiten. Dem Besucher bietet sich jederzeit eine naturverbundene Erholung.

An Wanderwegen und Aussichtspunkten (z.B. die Blockhütte am Wessen) entstanden Rastplätze, die zum Verweilen einladen. Auch mit dem Fahrrad lassen sich schöne Touren unternehmen. Zu den schönsten Ausflugszielen gehören die Burgen Hanstein, Ludwigstein, Bodenstein, Scharfenstein und Gleichenstein.

Von Uder aus lohnen ebenfalls Ausflüge ins benachbarte Heiligenstadt, nach Duderstadt, nach Eschwege, Göttingen oder Kassel, zum Kyffhäuser sowie weiterhin in den Harz, den Thüringer Wald oder den Kaufunger Wald, aber auch Orte wie die Wartburgstadt Eisenach, die Landeshauptstadt Erfurt oder Weimar.

Uder besitzt eine sehr gute Infrastruktur. Kaufmärkte, Einzelhandelsgeschäfte sowie andere Dienstleistungs- und Handelsbetriebe sind in wenigen Minuten erreichbar. Mit vier praktischen Ärzten, zwei Zahnarztpraxen, zwei Physiotherapiepraxen und einer Apotheke ist für die medizinische Betreuung gesorgt. Im Ort befinden sich zwei Kindergärten und eine Regelschule. Der Besuch des Schulmuseums mit dem alten Klassenzimmer, den historischen Ausstattungsgegenständen und den Darstellungen zur eichsfeldischen Schulgeschichte sind sehr lohnenswert.

In der "Unteren Aue" nahe dem Ortsteil Schönau entstand ein 5 ha großes Gewerbegebiet, in dem sich viele neue Betriebe angesiedelt haben und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen wurden. Weitere Informationen ...

Zahlreiche Vereine prägen das kulturelle Leben der Gemeinde, für die seit dem Jahr 1999 ein eigenes Vereinshaus zur Verfügung steht. Auf dem Fußballplatz neben dem Schwimmbad streiten 12 aktive Mannschaften um Punkte. Die Damenmannschaft des FSV Uder spielt derzeit in der Landesliga. Das renovierte Schwimmbad ist seit Juni 1999 ein attraktiver Anziehungspunkt.

OT Schönau

Verwaltungsgemeinschaft Uder mit OT SchönauSchönau ist ein Ortsteil der Gemeinde Uder und liegt etwa 2,5 km nordwestlich an der B 80 im Leinetal. Hier wohnen ca. 60 Bürger.
Die Dorfstätte wird 1318 zum ersten Mal urkundlich als "Schonawe" erwähnt, was so viel wie "Schöne Aue" bedeutet.

Mit dem Namen der Gaststätte zum "Lahmen Frosch" am Ortseingang verbindet sich eine interessante Sage:
In längst vergangener Zeit, als fast ausschließlich Wiesen oder Weiden das Leinetal bedeckten und Mäher das Gras noch mit der Sense schnitten, kam es vor, dass dabei umherspringende Frösche verletzt wurden. Einen solchen "lahmen Frosch", der seiner Verletzung erlegen war, nagelten die Männer über die Tür ihrer Bretterhütte, in der sie das Frühstück einnahmen und bei Regen Schutz suchten. Eine später an dieser Stelle errichtete Gaststätte übernahm den Namen. Dieser Tradition folgend heißt heute die Gaststätte "Zum Lahmen Frosch".
Besondere Sehenswürdigkeiten ist ein Bildstock, der in den Friedhofszaun integriert ist. Er stellt die Kreuzigungsgruppe: Christus, Maria, Maria Magdalena und Johannes dar. Ein kleiner Bonifatiusstein, der an der Straße nach Burgwalde kurz hinter Schönau steht, erinnert an die Missionierung des Eichsfeldes durch den hl. Bonifatius.

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