Schlotheim

Im Jahre 974 wurde Schlotheim erstmals als Sletheim in einer Urkunde von Kaiser Otto II. erwähnt. F

ür die folgenden zwei Jahrhunderte liegt der Schleier des Vergessens über dem Ort. Erst im Jahre 1271 erhalten wir Kunde von einer seit etwa 1170 in Schlotheim ansässigen, begüterten und adligen Familie: ,,den Herren von Schlotheim“. 1290 wird der Ort urkundlich als Münzstätte erwähnt. Inder zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhält Schlotheim das Stadtrecht. In seiner Vergangenheit wechselte Sch

Geschichtliches aus Schlotheim

SchlotheimIm Jahre 974 wurde Schlotheim erstmals als Sletheim in einer Urkunde von Kaiser Otto II. erwähnt.
Für die folgenden zwei Jahrhunderte liegt der Schleier des Vergessens über dem Ort. Erst im Jahre 1271 erhalten wir Kunde von einer seit etwa 1170 in Schlotheim ansässigen, begüterten und adligen Familie: ,,den Herren von Schlotheim“.
1290 wird der Ort urkundlich als Münzstätte erwähnt. Inder zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhält Schlotheim das Stadtrecht. In seiner Vergangenheit wechselte Schlotheim durch Verkauf, Schenkung oder als Pfand Thüringer Grafen ständig den Besitzer. 1424 endete der dauernde Besitzwechsel von Schloss und Stadt mit dem Verkauf an die Herren von Hopfgarten. Es begannen von nun an ruhigere Verhältnisse.
Am 17. April 1547 brannte in wenigen Stunden fast die gesamte Stadt nieder. Daher stammen die ältesten erhaltenen Bürgerhäuser erst aus der Zeit danach.
Im Dreißigjährigen Krieg verelendete Schlotheim durch Überfälle, Plünderungen, Einquartierungen und durchziehende Truppen. Seuchen, wie z.B. die Pest, taten ihr übriges. Nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1766 erhielt Schlotheim ein neues Stadtbild, für das die engen Straßen und Gassen, Fabrik- und Landarbeiterhäuser genauso typisch sind, wie die zum Teil sehr gut erhaltenen Fachwerkhäuser.
Bis ins 16. Jahrhundert lässt sich die Tradition des Seilerhandwerks zurückverfolgen. Bereits zu dieser Zeit wurden hier große Mengen Hanf und Flachs angebaut, die in der Leineweberei verarbeitet wurden. Aus der Leineweberei entwickelte sich das Seilerhandwerk, welches Schlotheini über die Grenzen hinaus als Seilerstadt bekannt machte.
Damit dieses typische Schlotheimer Handwerk für die Nachwelt erhalten bleibt, entstand auf dem Gelände der Holländer Mühle ein technisches Museum: In einer originalen 1992 umgesetzten Spinnbahn wird im Erdgeschoss die maschinelle Produktion von Seilerwaren anhand vorführbereiter Maschinen gezeigt. Im Obergeschoss wird die Handseilerei durch unterschiedliche Seilerbahnen veranschaulicht. Ein großer Fundus umfaßt Muster der Erzeugnissen, wie z.B. Wäscheleinen, Einkaufsnetze, Gurte u.a.

Lage und Verkehrsanbindung

SchlotheimDie Stadt Schlotheim liegt im Norden des Freistaates Thüringen, mittig zwischen Harz und Thüringer Wald, ist sternförmig umgeben von drei Mittelzentren in einer Entfernung von ca.15 Kilometern den Städten Mühihausen, Bad Langensalza, Sondershausen.

Schlotheim liegt an der Bundesstraße B 249, besitzt eine Ortsumgehung, die genau zwischen Stadt und Gewerbezentrum verläuft, Autobahnanbindung an die A 4, zu erreichen über Eisenach, Gotha jeweils in einer Entfernung zwischen 30 und 40 Kilometern. Im Norden befindet sich die A 82 zwischen Göttingen und Halle in Bau. Diese Autobahnanbindung wird bei Leinefelde errichtet, was einer Entfernung von 25 Kilometern entspricht.

Verwaltung und Wirtschaft

Die Stadt Schlotheim hat ca. 5.000 Einwohner, ist für weitere 7 Gemeinden erfüllende Kommune und verwaltet somit einen Bereich von 10.000 Einwohnern. Das nähere Einzugsgebiet des Unterzentrums Schlotheim mit angestrebter Teilfunktion als Mittelzentrum ist Einzugsgebiet für ca. 15.000 Einwohner.

SchlotheimVor dem Jahre 1990 bot die Stadt Schlotheim dem Einzugsgebiet ca. 3.500 Arbeitsplätze, die sich auf 5 Großbetriebe und ca. 40 Kleingewerbeanmeldungen konzentrieren. Die Produktionsstruktur wurde bestimmt durch die Herstellung von Technischen Textilien und Sportartikeln, teilweise Metallindustrie. Nach 1990 hatte Schlotheim einen umfassenden Strukturwandel zu verkraften, indem sich die Region zum Teil noch immer befindet. Von 1990 bis 1997 hat die Stadt im Rahmen der marktwirtschaftlichen Orientierung ca. 280 Gewerbeanmeldungen zu verzeichnen. Größte Betriebseinheiten stellen ca. 150 Beschäftigte, die Wirtschaftsstruktur erstreckt sich unter Automobilzulieferindustrie über Plasteverarbeitung, Sportartikelproduktion sowie einem umfangreichen Handwerks- und Dienstleistungssektor. Die Stadt Schlotheim bietet heute ca. 2.200 Arbeitsplätze.

In Zusammenarbeit mit der LEG und dem Wirtschaftsministerium wird als Spitzenprojekt des Landes Thüringen ein Luftverkehrs- und Gewerbezentrum erstellt. Dieses Luftverkehrs- und Gewerbezentrum hat durch den direkten Anschluss an die Umgehungsstraße eine relativ günstige Anbindung an die nächst größeren Städte und an die Bundesautobahn. Der Flughafen selbst bietet hervorragende Möglichkeiten für Fracht und Kargounternehmen, selbstverständlich auch für den Flugverkehr interessierter Geschäftsleute. Die Start- und Landemasse ist mit 150 Tonnen zu bezeichnen, der Flugplatz besitzt ab 1998 das modernste lnstrumentenflugsystem, eine Landeplatzbefederung sowie ein modernes Mehrzweckgebäude mit Tower, Gaststätte, Angebot für Büroräume etc.. Direkt am Flugplatz befinden sich zwei Gewerbegebiete mit einmal 20 und einmal 40 Hektar In der Vorbereitung und Erschließung befindet sich eine Sondergebietsfläche mit ca. 12 Hektar und ein reines Industriegebiet von 40 Hektar.

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