Schalkau

Eingebettet zwischen den Vorbergen des südöstlichen Thüringer Waldes - des Thüringer Schiefergebirg

es - liegt im Sohlental der oberen Itz, die kleine Stadt Schalkau mit ihren acht Stadtteilen.. Im Norden reicht Schalkau mit den Stadtteilen Mausendorf, Truckenthal und Theuern bis in das Hohe Schiefergebirge mit dem 867 Meter hohen Bleßberg, einem der beliebtesten Wanderziele im so genannten Land vorm Wald. Im Süden grenzen Schalkaus Stadtteile Roth, Almerswind und Emstadt an das Coburger Land im

Schalkau, die kleine Stadt vorm Wald

SchalkauEingebettet zwischen den Vorbergen des südöstlichen Thüringer Waldes - des Thüringer Schiefergebirges - liegt im Sohlental der oberen Itz, die kleine Stadt Schalkau mit ihren acht Stadtteilen..
Im Norden reicht Schalkau mit den Stadtteilen Mausendorf, Truckenthal und Theuern bis in das Hohe Schiefergebirge mit dem 867 Meter hohen Bleßberg, einem der beliebtesten Wanderziele im so genannten Land vorm Wald. Im Süden grenzen Schalkaus Stadtteile Roth, Almerswind und Emstadt an das Coburger Land im Bayerischen, im Westen der Stadtteil Katzberg an den Landkreis Hildburghausen. Der achte Stadtteil ist das südwestlich von Schalkau gelegene Ehnes.
Das waldreiche Schalkauer Land bietet dem erholungssuchenden Wanderer und Naturfreund Ruhe und Beschaulichkeit inmitten einer reizvollen und weitestgehend naturbelassenen Landschaft. Ein ganzes Netz attraktiver, abwechslungsreicher Wanderwege und neuerdings auch einige Radwanderwege führen zu den schönsten Wanderzielen des an Sehenswürdigkeiten reichen Landes vorm Wald. Zu deren interessantesten gehört die Ruine der nahe bei Schalkau gelegenen, im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Schaumburg. Von 1997 bis 1999 stand die Burg im Mittelpunkt des Interesses der Thüringer Archäologen, deren Ausgrabungen auf dem Schaumberg einige Aufsehen erregende Bodenfunde zu Tage förderten und zu wichtigen, überraschenden Erkenntnissen zur Baugeschichte der Schaumburg führten.
SchalkauIm Schalkauer Stadtmuseum werden seitdem in einem eigens dafür eingerichteten Ausstellungsraum die wichtigsten Funde der archäologischen Grabungen und der aktuelle Erkenntnisstand zur Burggeschichte anschaulich präsentiert.
Wer sich für die Geschichte der Schaumburg und des Schalkauer Landes interessiert, sollte einen Besuch des beispielhaft eingerichteten Museum im ehemaligen Schalkauer Amtshaus nicht versäumen. Immerhin kann das Stadtmuseum eindrucksvolle Zeugnisse aus 6.000 Jahren Siedlungsgeschichte vorzeigen, beginnend mit dem Steinzeitbeil vom Ehneser Berg bis hin zur heimischen Spielzeugindustrie.
Die Entwicklung Schalkhaus war über Jahrhunderte eng mit der Geschichte der Schaumburg und dem Geschlecht der das Land vorm Wald beherrschenden Schaumberger verbunden. Der ursprünglich Name der Siedlung zu den Schalken zeugt von dieser Verbindung, denn er bezieht sich auf die am Fuß des Schaumberges — wohl aus Platzmangel auf dem Gelände der Burg infolge der geologischen Gegebenheiten — angesiedelten Dienstleute, Pferde- und Kriegsknechte; seinerzeit wurden diese als Schalken bezeichnet.
Schon Mitte des 14. Jh. wurden die Schaumberger von einem anderen fränkischen Geschlecht, den Hennebergern, von ihrem Stammsitz auf dem Schaumberg verdrängt. Der Gemahl der hennebergischen Prinzessin Katharina, der Markgraf Friedrich III. von Meißen, verlieh am 6. Dezember 1362 dem Flecken Schalkau das Stadt- und Marktrecht. Seit dieser Zeit haben die Macht- und Besitzverhältnisse im Land vorm Wald ständig gewechselt, bis Schalkau im Jahre 1723 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen kam. 1828 wurde Schalkau in den neugebildeten Kreis Sonneberg einbezogen und verlor seinen Status als Amtstadt.
SchalkauIn dem an Bau- und Flurdenkmälern verhältnismäßig armen Landkreis Sonneberg bilden Schalkau und das Schalkauer Land eine erfreuliche Ausnahme. Allein dreißig Gebäude der Stadt stehen unter Denkmalschutz, hinzu kommt eine große Zahl von Wohnhäusern und Bauerngehöften in den Stadtteilen. Steinkreuze, Kreuzsteine, Martersteine und Docken begegnen dem Wanderer bei seiner Tour durch das westliche Land vorm Wald, und auf den Bergen stößt man hin und wieder auf die Reste der Wallanlagen von Burgen und befestigten Siedlungen, die bis zu tausend Jahre alt sind (Burg Grub) oder gar schon vor Beginn unserer Zeitrechnung bestanden haben (Keltensiedlung auf dem Herrenberg).
Doch auch der Naturfreund kann im Schalkauer Land ein Wunder erleben. Vor allem die Muschelkalkberge um Schalkau und die Höhen des Schiefergebirges werden von einer artenreichen Pflanzenwelt besiedelt, die anderswo kaum noch zu entdecken ist.
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