Saalburg

Der Ort Saalburg wurde erstmals 1222 urkundlich erwähnt und besitzt seit 1313 Stadtrechte. Zeitzeug

en aus jenen Tagen sind eine etwa 3 Meter hohe Ruine des einst über 30 m hohen Wartturmes, noch gut erhaltene Reste der Stadtmauer und das Stadttor. Mit dem Bau der Talsperre von 1926 - 1932 wurde Saalburg eine Stadt am See. Von der geschichtlichen Entwicklung Saalburgs zeugen auch die Kirchen in Saalburg und Kulm. Die Kirche in Kulm ist eine sehr gut erhaltene Wehrkirche, die in der Zeit um 1223

Aus der Geschichte der Stadt Saalburg

Stadt SaalburgDer Ort Saalburg wurde erstmals 1222 urkundlich erwähnt und besitzt seit 1313 Stadtrechte.
Zeitzeugen aus jenen Tagen sind eine etwa 3 Meter hohe Ruine des einst über 30 m hohen Wartturmes, noch gut erhaltene Reste der Stadtmauer und das Stadttor.

Stadt SaalburgMit dem Bau der Talsperre von 1926 - 1932 wurde Saalburg eine Stadt am See.

Von der geschichtlichen Entwicklung Saalburgs zeugen auch die Kirchen in Saalburg und Kulm.
Die Kirche in Kulm ist eine sehr gut erhaltene Wehrkirche, die in Stadt Saalburgder Zeit um 1223 errichtet wurde.

Die "Steinerne Rose" ist ein Zeugnis der vulkanischen Tätigkeit in unserer Region.

Stadt SaalburgAuszug aus geschichtlichen Ereignissen

Nach wechselvoller Geschichte stand Saalburg unter der Herrschaft der Lobdaburger, der Thüringer LStadt Saalburgandgrafen, der Voigte von Gera und dem Fürstentum Reuß j.L.
In der Mitte des vorigen Jahrhunderts herrschte reges Leben in Saalburg. Die Handelsstraße Nürnberg-Leipzig führte über die Saalebrücke aus dem Tal der Saale durch das Stadttor am heutigen Gasthaus Kranich in die Stadt und belebte das Handwerk.
Im Jahre 1609 erhielt die Stadt Wochen- und Viehmärkte. Die umliegenden Dörfer der Pflege Saalburgs brachten Vieh und Feldfrüchte zum Verkauf und Tausch. Der Wohlstand der Bürger steigerte sich. Das Ansehen und die Bedeutung des Ortes waren im Wachsen begriffen.
Doch jäh wurde mehrmals vieles vernichtet.
Während des Brandes von 1586 wurde fast die gesamte Stadt zerstört. Das Rathaus brannte völlig ab, die Schriftstücke wurden ein Raub der Flammen.

1640 erstürmten die Schweden die Stadt, vertrieben die Besatzung und zündeten Saalburg an. Die in die Wälder geflohenen Saalburger konnten aus der Ferne beobachten, wie die letzte Behausung in Schutt und Asche sank.

1806 erkämpfte der französische General Murat den Saaleübergang in Saalburg.

Im Jahre 1888 bzw. 1905 begann mit der Inbetriebnahme des Marmorwerkes und der Molkerei im Saaletal die Industriealisierung Saalburgs.
Mit dem Talsperrenbau hat sich die Infrastruktur Saalburgs grundlegend geändert.
Beide Betriebe erhielten nach dem Stau der Saale (1931/32) in der Nähe des Bahnhofes einen neuen Standort. Gleichzeitig begann für 214 Talbewohner der Umzug in den neuen Stadtteil "Siedlung". Nach dem Stau der Saale wurde Saalburg eine Stadt am See. Es bedarf keiner besonderen Betonung, will man das Imposante dieser Berg- und Wasserwelt hervorheben. Immer wieder steht der Besucher bewundernd vor den weiten Wasserflächen und den bewaldeten Steilhängen am Bleilochstausee.

Humoristisches aus den Stadtgesetzen

Die Stadt Saalburg erhielt 1609 Wochen und Viehmärkte. Bei der damaligen Vielgestaltigkeit der Landkarte und der Zerrissenheit des Reiches in Ländchen und Herrschaften hatte jedes Land eigene Gewichte und Maßlatten. Das Stadtmaß der Stadt Saalburg, die Elle, war neben dem Prangereisen über der Prangerbank am Rathaus angegeben.

In den Stadtgesetzen von 1667 war im Kap.III: Von Gewichten, Ellen und Maß festgesetzt:

Alle Krämer, Fleischer, Fischmenger und andere Feilhändler, die in Saalburgk feil wollen halten, sie seind einheimisch oder frembde, sollen Ihr Gewicht, Ellen, Getreyd- und Getränkemaaß mit der Stadt-Gewicht, Ellen und Maaß abwegen und probieren. Welches nun zu klein oder zu kurz funden wird, dafür büßet der, so er ein Bürger oder eine Bürgerin ist ein Neuschock geldes halb der Herrschaft und halb der Stadt, ist er aber ein auswärtiger, des Straf gebühret der Herrschaft allein.

Alle Händler hatten sich streng an das Gesetz zu halten, daß vor dem Tore in Seitengassen der Stadt nicht feilgehalten werden darf.
Stadt Saalburg
Die Ratsmannen hatten die Aufgabe, den Marktpfennig einzutreiben und gleichzeitig die Waren auf ihre Güte hin zu prüfen.

Das Stadtwappen

Das Wappen der Stadt zeigt links den heraldisch nach rechts aufsteigenden plauischen Löwen-ungekrönt, goldfarben auf rotem Grund. Im rechten oberen Teil ist der Turm der alten Saalburg dargestellt - auf grünem Berg stehend mit spitzem Dach. Das untere Feld stellt die Saale mit einem Boot dar.

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