Römhild

Die Kleinstadt Römhild mit ihren 1.943 Einwohnern und 2033,84 ha Fläche liegt inmitten des Grabfeld

es unweit der Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern. Von Römhilds bewegter Geschichte zeugen heute noch erhaltungswürdige Bauwerke im Altstadtbereich. Genannt sei u. a. das Schloß „Glücksburg“. In unmittelbarer Nähe des Schlosses erhebt sich der gotische Bau der Stiftskirche. Umrundet wird das Ensemble durch die gut erhaltene Stadtmauer. Die Stadt Römhild ist als Unterzentrum im RROP eingestu

Die Stadt Römhild

RömhildDie Kleinstadt Römhild mit ihren 1.943 Einwohnern und 2033,84 ha Fläche liegt inmitten des Grabfeldes unweit der Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern. Von Römhilds bewegter Geschichte zeugen heute noch erhaltungswürdige Bauwerke im Altstadtbereich. Genannt sei u. a. das Schloß „Glücksburg“. In unmittelbarer Nähe des Schlosses erhebt sich der gotische Bau der Stiftskirche. Umrundet wird das Ensemble durch die gut erhaltene Stadtmauer.
Die Stadt Römhild ist als Unterzentrum im RROP eingestuft. Ein Gewerbegebiet steht interessierten Investoren zur Verfügung.

Die Siedlung (locus) Rotmulte, deren Ersterwähnung in der Schenkungsurkunde der Milzer Äb-tissin Emhilt an das Kloster Fulda vom 03.02.800 beurkundet ist, lag 1000 m nordöstlich des heu-tigen Stadtkerns. Im Frühmitteltalter, eher bedeutungslos als eine der Hörigensiedlung, die zur Abgabe landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Produkte der Metallverarbeitung und Weberei an das Kloster Milz bzw. Fulda verpflichtet war, waren es wohl deren Bewohner, die die neue Stadt bauten und sich hier auch als erste ansiedelten.

RömhildDer auf der Hartenburg residierende Graf Heinrich IV. gilt als der Gründer der Stadt. Die neue Gründung sollte der Herrschaft Henneberg-Hartenberg einen wirtschaftlichen Mittelpunkt geben. Um 1300 wurde die neue Stadt Römhild planmäßig zwischen zwei Teichen auf einem kleinen Hügel angelegt. Noch heute ist der „Herrensee“, der „Bürgersee“ und die Flurbezeichnung „Seengärten“ bekannt. Mit dem Aufbau der neuen Stadt wurde die Siedlung im Bogen der Spring 1326 in einer Würzburger Urkunde „Aldestat“ und später dann „Altenrömhild“ genannt. Im 14. Jahrhundert entsteht hier eine milde Stiftung, das Hospital Sankt Liborii, welches über 3 Jahr-hunderte die Versorgung armer und kranker Menschen übernahm. Die Existenz der Spitalmühle ist durch einen noch vorhandenen Kaufvertrag aus dem Jahr 1401 belegt.

Die Verleihung der Stadtrechte ist uns urkundlich nicht überliefert. Der erste Nachweis eines (Stadt-) Bürgers (civis) stammt aus dem Jahre 1317.

Römhild entstand auf ellipsenförmigen Grundriß von 140 x 370 m. Um den Markt und den Platz der Kirche gruppierten sich die Häuser beiderseits der Hauptstraße. Von ihr liefern rippenartig die 7 Gassen bis an den, die Stadt umschließenden Palisadenzaun und Wassergraben. Fast 200 Jahre später, als das Stadtschloß erbaut wurde, hat man die Stadtmauer (bis 1488) errichtet.

Viele Veränderungen prägten seitdem das Stadtbild von Römhild. So wurde der Wassergraben um das Schloß zugefüllt und zahlreiche Gebäude wurden Opfer der beiden Stadtbrände.

Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft prägten zu allen Zeiten das Wirtschaftsgeschehen der Stadt. Besondere Tradition hat dabei das Töpferhandwerk. In einer Schautöpferei kann der Besu-cher die Herstellung von Töpferwaren beobachten.
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