Mengersgereuth

Verfolgen wir die Entwicklung der Orte des seit 1726 einheitlichen Kirchspiels bis zu ihrem Ursprun

g, dann liegt noch vieles im Dunkeln. Die Entstehung der ältesten Ansiedlungen dürfte wohl bis zur Jahrtausendwende zurückreichen. Die ersten urkundlichen Erwähnungen finden sich jedoch erst in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Dabei sind der Ausgangspunkt und die Entwicklung der einzelnen Orte unterschiedlich. Forschengereuth (auch Forstengereuth, Förstengereuth bzw. Fürstengereuth, ...), M

Einblick in die Geschichte der Großgemeinde Mengersgereuth - Hämmern

MengersgereuthVerfolgen wir die Entwicklung der Orte des seit 1726 einheitlichen Kirchspiels bis zu ihrem Ursprung, dann liegt noch vieles im Dunkeln. Die Entstehung der ältesten Ansiedlungen dürfte wohl bis zur Jahrtausendwende zurückreichen. Die ersten urkundlichen Erwähnungen finden sich jedoch erst in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Dabei sind der Ausgangspunkt und die Entwicklung der einzelnen Orte unterschiedlich. Forschengereuth (auch Forstengereuth, Förstengereuth bzw. Fürstengereuth, ...), Mengersgereuth (Gemenersgereuth, ...) und Schichtshöhn (Schrod, Schichtsrod, ...) waren Rodesiedlungen und von Anfang an mehr land- und forstwirtschaftlich orientiert. Der Ursprung von Hämmern geht vorrangig auf den Erzbergbau, die Verhüttung von Eisenerz und die Verarbeitung von Roheisen sowie der damit verbundenen Köhlerei zurück.

mENEGRNForschengereuth ist wohl der älteste Ortsteil. Es wird 1317 im Henneberger Erbbuch und 1340 im Coburger Urbarium als ,,Forschengeruth' urkundlich genannt. Die Siedlung verdankt ihre Entstehung wahrscheinlich der alten Mühlbergstraße (in Verbindung mit Eftelder bereits 1162 urkundlich erwähnt). Diese verlief, von Coburg über Eftelder nach Forschengereuth, über den Mühlberg zum Fellberg und mündete dort in die Hohe Straße. Diese wiederum verlief, von Nürnberg kommend, durch die Linder Ebene über Sonneberg-Grube, Neufang, Wiefelsburg, über das Rottenkämmlein, den Fellberg nach Steinheid und weiter nach Erfurt.
Vor dem Aufstieg ins Gebirge machten die Handelsleute mit ihren Wagen in Forschengereuth Rast und erhielten Vorspann.

Um 1781 hatte Forschengereuth nach Sprengseysen bereits 23 Wohngebäude und 152 Einwohner,

um 1808 nach Lange 32 Häuser mit 33 Familien und 153 "Seelen",

um 1853 nach Brückner 39 Häuser, 1 Werkhaus, 42 Familien und 220 Einwohner.

1910 zählte Forschengereuth 613 Einwohner.

Schwarzwalds Ursprung geht auf das Hammerwerk (Unterhammer) und die dazugehörige Häusergruppe zurück. Das Hammerwerk (Stab- und Zainhammer) zählt zu den ältesten im Thüringer Wald. Als Gründungsjahr wird 1408 angesehen.
,,Dieser aus 3 Gemeinheiten bestehender Ort hat gegenwärtig (1808) 9 Wohnhäuser und 61 Seelen 29 männlich und 32 weiblichen Geschlechts.
Die Gewerkshäuser gehören zu Hämmern, die anderen Häuser aber entweder zur hiesigen oder Forstengereuther Gemeinheit, nachdem dieselben dießeits oder jenseits des Flusses liegen, oder auf dieseitigen oder Forstergereuther Rott erbaut sind. Der ganze Ort wie er jetzt ist, entstand durch einzelne Häuser, die dabei gebaut wurden, teils von Mengersgereuther Gemeindemitgliedern, teils von Forstengereuther Wirthwohnern".
Mengersgereuth wird im Henneberger Erbbuch 1317 erwähnt, dürfte jedoch - wie Forschengereuth - wesentlich älter sein. Über die Gründung gibt es keine Überlieferungen. Der Name weist auf ein Waldrod (Gereuth) hin und gibt zu vielerlei Deutungen Anlaß. Auch Sagen ranken sich um diesen Namen.
Hämmern entstand aus der Zusammenlegung von Gewerbeansiedlungen. Anläßlich der bereits genannten 1. Kirchenvisitation 1528 wurden die Pfarrspiele neu eingeteilt.

,,Forstengereuth (Forschengereuth), Mengersgereuth, Mittelhammer, Bechhütten, Oberhammer, Vichtigk (Fichtach) ingl. die Höfe Muhlbergk (Mühlberghof), MuhI am Perge (kleinmühle), Recherhaus aufm Rode (ein Gehöft auf dem Mengersgereuther Rod), Haus am Eschach (Kohleschig), Birkenbergk, Caspar Apel im Graben (Grabengut), Hohetann und Rodenneusis (Rabenäußig)."

Im Bericht dieser Visitation fehlen also Hämmern und Schichtshöhn. Es werden lediglich für das heutige Hämmerer Territorium die beiden Hämmer und die Pechhütte genannt. Die eigentliche Gründung der Gemeinde Hämmern erfolgte erst durch einen Vertrag im Jahre 1540. Darin wird festgelegt, daß der Obere und der Mittlere Hammer, die beide nach den damaligen Verhältnissen in das Gericht Sonneberg zinsten, mit den dabei wohnenden ,,Schaumberger Männern", welche bei den Hammerschmieden wohnten und ins Gericht Effelder bzw. in das sächsisch-schaumbergische Gericht Schalkau gehörten, zu einer neuen, nun sogenannten Dorfgemeinde ,,Hämmern" vereinigt wurden.

Schichtshöhn wird im Lehnbuch des Markgraf Friedrich des Strengen von Meißen als ,,Systeshain" und ,,Schecshain", als Lehensbesitz - nicht als Ort - bereits 1349/50 genannt. Eine andere Urkunde nennt 1525 an Stelle des Ortes noch Wald (Schichtshain, Schlichtshain). 1672 wird ein Gut auf dem gerodeten Feld gebildet, das übrige Land ist noch bewaldet. Somit ist Schichtshöhn der jüngste Ortsteil der Gemeinde.

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