Heiligenstadt

Die über 1000jährige Stadt atmet Geschichte, macht sie in ihren Straßen und Bauten erlebbar. Spuren

haben aber auch zahlreiche Persönlichkeiten hinterlassen. Kaiser und Könige hielten hier Hof, Bischofsweihen fanden statt und der wohl bedeutendste Sohn der Stadt, der Bildhauer und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider, erblickte in der Klausmühle um 1460 das Licht der Welt. Für den Dichter Theodor Storm war die Eichsfeldstadt in den 8 Jahren, die er hier als Kreisrichter wirkte, zur echten Heims

Kurzgeschichte Heilbad Heiligenstadt

Heilbad HeiligenstadtDie über 1000jährige Stadt atmet Geschichte, macht sie in ihren Straßen und Bauten erlebbar. Spuren haben aber auch zahlreiche Persönlichkeiten hinterlassen.
Kaiser und Könige hielten hier Hof, Bischofsweihen fanden statt und der wohl bedeutendste Sohn der Stadt, der Bildhauer und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider, erblickte in der Klausmühle um 1460 das Licht der Welt.
Für den Dichter Theodor Storm war die Eichsfeldstadt in den 8 Jahren, die er hier als Kreisrichter wirkte, zur echten Heimstatt geworden. Seine anfängliche Vermutung "...die Berge gucken überall in die Stadt, es muß sich im Sommer hier angenehm im Freien und winters recht heimelich in der Stube leben lassen!" fand er recht bald bestätigt.

Die Kurtradition

Die Anfänge

Die  Kurtradition reicht zurück bis in das Jahr 1929, als hier erste Anwendungen im Sinne Sebastian Kneipp's durchgeführt wurden. Am 07. August 1929 wurde das Kneipp'sche Badehaus im Heinrich-Heine-Kurpark seiner Bestimmung übergeben . Initiator und Bauherr war die Ortsgruppe Heiligenstadt des Kneipp-Bundes e.V. Wörishofen, die 1926 in Heiligenstadt gegründet worden war. Heilbad HeiligenstadtDie Finanzierung des Baus erfolgte durch Spenden von Bürgern aus Heiligenstadt, Darlehen, die bei Bürgern aufgenommen wurden und durch Kredite bei der Kreissparkasse, für die die Stadt die Bürgschaft übernahm.

Das Baugrundstück stellte die Stadt zur Verfügung und im Auftrage der Stadtverwaltung wurde in den Jahren 1929 bis 1931 die Parkanlage auf dem benachbarten Gelände geschaffen, wie sie noch heute mit vielzähligen Wegen, Beeten, Wiesen, Teichen und altem Baumbestand nahezu unverändert angelegt ist.

Die Überwachung des gesamten Badebetriebes übernahm ein im Heiligenstädter Kneipp-Verein gegründetes Kuratorium. Die ärztliche Betreuung erfolgte durch Heiligenstädter Ärzte.

Krieg, Wiedereröffnung und Anerkennung als Heilbad

Durch den II. Weltkrieg kam in den letzten Kriegsjahren der Kurbetrieb völlig zum Erliegen. Aber schon am 01. Juni 1946 wurde der Kurbetrieb mit der Wiedereröffnung wieder aufgenommen. Die Zahl der im Jahre 1946 ständig anwesenden Kurgäste betrug 81. Im Jahre 1950 wurden bereits 142 Kurgäste und insgesamt nahezu 12.000 Anwendungen des Kneipp-Bades für Gäste, Heiligenstädter und Bürger aus den nahegelegenen Ortschaften registriert. Damit wurde neben der Zweckmäßigkeit auch das Erfordernis des Kneipp-Bades unter Beweis gestellt. Dies war Anlaß genug, erstmalig am 20. September 1950 den Antrag an das zuständige Ministerium auf Anerkennung als Heilbad zu stellen. Diesem Antrag wurde am 19. Dezember 1950 entsprochen; Heiligenstadt darf nunmehr seinem Stadtnamen das Prädikat "Heilbad" voranstellen. 

Weiterer Aufbau

 Der weitere Ausbau erfolgte u.a. durch den Bau des Musikpavillions im Park im Jahre 1952.

 Heilbad HeiligenstadtSeit 1950 war das Kneipp-Heilbad eine staatliche Einrichtung, die zuerst vom Rat der Stadt, später vom FDGB und der Sozialversicherung verwaltet wurde. Im Januar 1955 ging das Kneipp-Bad, nachdem es eine gute Aufwärtsentwicklung genommen hatte, in die Rechtträgerschaft des FDGB über. Waren es in den Jahren zuvor etwa 850 Kneipp-Kuren, die durch die Sozialversicherung vermittelt wurden, so waren es im Jahre 1958  1.030 Kneipp- und Privatkuren, sowie 462 ambulante Behandlungen für Patienten.1969 wurden im Kneipp-Bad 35 Mitarbeiter sowie eine ärztliche Direktorin als Fachärztin für Innere Medizin beschäftigt.

In den Jahren 1973 / 74 erfolgte die Rekonstruktion und bauliche Erweiterung des Badehauses. Mit diesen baulichen Veränderungen konnte auch das Behandlungsprogramm weiter qualifiziert werden:

  • Inbetriebnahme des Vierzellenbades
  • Einbau Fuß- und Armbadewannen nach Schwenninger/Hauffe in den Teilbädern
  • Inbetriebnahme der Unterwasser-Druckstrahl-Massage-Behandlung
  • Aufnahme des CO2 - Gasbades in das Behandlungsprogramm
  • Beginn der Reizstromtherapie
  • Fahrradergometer

website content management by sitewizard