Bad Salzungen

Rathaus Lage: Rathausstraße 2 Das Rathaus wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt, ist 1640 abgebran

nt, wurde in den folgenden Jahren von Grund auf wieder erbaut. Nach dem großen Brand von 1786, dem das Rathaus samt eines großen Teiles alter und wichtiger Urkunden der Vernichtung preisgegeben war, entstand das jetzige Rathaus. Nur der Ratskeller von 1662 blieb verschont. Erweitert wurde das Rathaus 1908. 1980 fiel es erneut einem Brand zum Opfer, bei dem das gesamte Obergeschoß abbrannte. Es wur

Historische Bauwerke und Denkmäler in Bad Salzungen

Rathaus
Lage: Rathausstraße 2

Das Rathaus wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt, ist 1640 abgebrannt, wurde in den folgenden Jahren von Grund auf wieder erbaut. Nach dem großen Brand von 1786, dem das Rathaus samt eines großen Teiles alter und wichtiger Urkunden der Vernichtung preisgegeben war, entstand das jetzige Rathaus. Nur der Ratskeller von 1662 blieb verschont. Erweitert wurde das Rathaus 1908. 1980 fiel es erneut einem Brand zum Opfer, bei dem das gesamte Obergeschoß abbrannte. Es wurde originalgetreu wieder aufgebaut. Das Rathaus ist ein dreigeschossiger gestreckter Baukörper mit Mansardendach, Fassade mit Giebel und Dachreiter, Weinkelleranlage mit Kreuzgewölben.

Gradierwerk und Garten
Lage: Nähe Puschkinpark

Am 10. Juni 1589 teilte die Pfännerschaft dem Herzog Johann Casimir mit, dass sie die Erfindung mit dem Strohgießen wie in den Nachbarorten einführen wollten. 1590 wurden nach Angaben des erfahrenen Jacob Schwarz 2 Kunsthäuser später Gradierhäuser erbaut. Die heutige Gradieranlage mit Gradierhäusern, Mittelbau, Garten, Soleturm, hist. Freiluftinhalation u.s.w., dient Kur- und Erholungszwecken. Neubau des Mitteltraktes ab 1991 im historischen Stil mit Schmuckfassade und Türmchen. Dieser wurde 1994 mit seinem historischem Ambiente fertiggestellt und erstrahlt wieder in altem Glanz. Durch den historischen Mittelbau gelangen Sie in das am 24. November 2000 eröffnete Keltenbad.

Schnepfenburg
Lage: Kirchplatz

Bad SalzungenAmtsgericht 1792 anstelle der 1786 abgebrannten Schnepfenburg fertiggestellt. Zweigeschossiger, siebenachsiger Mitteltrakt mit Satteldach und fünfachsigen Seitenflügeln mit Walmdächern. Die Benennung „Schnepfenburg“ gründet sich auf einen alten sehr unleserlichen Brief, der 1560 beim Einsturz eines Turmes und bei der Öffnung des Knopfes gefunden worden sein soll und der die Umschrift trug: „Datum auf unserer unüberwindlichen Schnepfenburg.“

 Haunscher Hof
Lage: Unter den Linden 4

Der Haunsche Hof ist eines der ansehnlichsten aus Stein erbauten Gebäude, welche aus der Zeit des 17. Jahrhunderts in dieser Gegend erhalten sind. Das Gebäude ist ein zweigeschossiger Bau mit Krüppelwalmdach, fünfseitigen, dreigeschossigen Treppenturm mit Wappen aus dem Jahre 1624. Eingangstor mit Wappenstein (Inschrift ANNO DNI 1516 wahrscheinlich aus einem früheren Bau). Der Haunsche Hof war Sitz der adligen Burgmannen, welchen die Verteidigung der Burg anvertraut war. Die von Haun (Hun) erhielten aus der Hand Graf Friedrichs von Henneberg 1478 den „Hennebergischen Hof“ als Lehngut es ist dies der heutige Öhaunsche oder auch Hünische Hof.

 Kindersanatorium „Charlottenhall“
Lage: Mathilde-Wurm-Straße

Bad SalzungenDas Kindersanatorium öffnete 1897 seine Pforten. Prinzessin Charlotte von Preußen, Schwester des letzten deutschen Kaisers und Gemahlin des Erbprinzen Bernhard von Meiningen, war die Initiatorin zur Finanzierung des Gebäudes. Prinzessin Charlotte hatte für das Kinderheim eine deutsche Lotterie gestiftet und mit dem Erlös sowie weiteren Spenden den Bau ermöglicht. Das Gebäude ist im althennebergischen Fachwerkstil erbaut. Sein Schmuckfachwerk mit Schnitzereien und Inschrift ist eine Zierde.
Kurhaus
Lage: am Burgsee

Das erste Kurhaus entstand aus dem Gebäude einer Zuckerfabrik und wurde 1851 eröffnet. 1937 Abbruch des alten Kurhauses. 1939 feierliche Eröffnung des neuen Kurhauses.
Heute befindet sich im Kurhaus die Physiotherapie, das Kurhausrestaurant, ein Hotel für Patienten sowie die Schule mit Internat der Asklepios Burgseeklinik.

Türmchen ehem. Gemeindehaus
Lage: Ortsteil Allendorf, August-Bebel-Straße

Bad SalzungenDas auffällige Fachwerkhäuschen mit dem Türmchen an der B 62 im einstigen Ort Dorf Allendorf erinnert an die Reformationszeit. Die 1499 erbaute Wallfahrtskapelle diente später als Wohnhaus für den Schäfer und Flurknecht. Als 1528 das Kloster säkularisiert worden war, erübrigte sich auch eine gegenüberliegende Schäferei. Auf das Haus des Schäfers wurde ein Türmchen aufgesetzt, um das Glöckchen der einstigen Kapelle St. Jacobus unterzubringen. Später brachte man noch am Giebel ein sächsisches Wappenschild, das von einem Engel gehalten wird, oben an. Das kleine Gebäude wurde später das Gemeindehaus und erhielt um 1900 eine Turmuhr. In dem nunmehr restaurierten Fachwerkhaus entwickelt sich seit 1995 das Heimatmuseum.

Kunstruine Frankenstein
Lage: OT Kloster


Die Kunstruine wurde als Andenken an die frankensteiner Geschichte von den Freunden des Frankensteins erbaut und 1891 fertiggestellt. Hier finden Sippungen der Frankensteingemeinde - Verein für Salzunger Geschichte e. V. statt. An die 1266 zerstörte Burg Frankenstein erinnert heute nur noch das Bodendenkmal Frankenstein unterhalb der heutigen Kunstruine. Die Kunstruine ist ein beliebtes Ausflugsziel und befindet sich oberhalb des Ortsteiles Kloster auf dem „Klosterberg“.

Schloß Wilprechtroda
Lage: Ortsteil Wilprechtroda

Das Schloß war ursprünglich eine Wasserburg. Das Herrenhaus dieser Burg ist noch erhalten. Es stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Die 2 m dicken Mauern haben rechteckige Fenster mit schlichten Umrahmungen aus der Zeit der Renaissance. Das Schloß war ursprünglich im Besitz der Familie von Buttlar. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es als Wohnhaus der städtischen Wohnungsbaugesellschaft an mehrere Familien vermietet. Jahrzehntelang sind keine Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen erfolgt, so dass das Schloß heute in gefährdetem Zustand ist.

Evangelisch lutherische Stadtkirche
Lage: Kirchplatz

Bad SalzungenDie erste Kirche der Stadt erwähnt 1112, dem heiligen Simplicius geweiht, soll sich an der Stelle der heutigen Stadtkirche befunden haben. 1380 wurde die Stadtkirche St. Simplicius neu erbaut. 1578 - 79 wurde sie einer gründlichen Erneuerung unterzogen, 1640 aber ging sie bei der schwedischen Plünderung in Flammen auf. Drei Jahre lang mußte der Gottesdienst in den Räumen der Burg abgehalten werden; erst 1643 nach Beendigung des Schwedenkrieges war die Kirche in verjüngter Gestalt wieder entstanden. Die Feuersbrunst von 1788 vernichtete sie aufs neue bis auf die Grundmauern, worauf die Husenkirche eine Zeit lang notdürftigen Ersatz bot. Am 17. August 1789 wurde der Grundstein zum Neubau gelegt, und am 2. Adventssonntag 1791 konnte man zum ersten Mal wieder Andacht im städtischen Gotteshaus abhalten. Der Baumeister der Kirche war Georg Veit Koch aus Rodach. Die Orgel wurde von Herrn Holland aus Schmiedefeld bei Schleusingen angefertigt. 1830 und 1900 wurden umfassende Reparaturen an der Stadtkirche vorgenommen. Im Jahre 1900 wurde die Einweihung der renovierten Kirche mit dem Erntedankfest verbunden. Ein durchgreifender Umbau erfolgte dann wieder 1908 1909. Die flache Kirchendecke wurde durch eine gewölbte ersetzt und das Gotteshaus auch sonst würdig hergerichtet. Es erfolgte auch der Einbau einer neuen Orgel. Der Meininger Herzog Georg II stiftete diese zur Bereicherung der örtlichen Kirchenmusik. Damit würdigte er die Verdienste des damaligen Kirchenmusikdirektors Bernhard Müller, der den Salzunger Kirchenchor berühmt machte. Als Bernhard Müller nach einem Konzert 1883 plötzlich verstarb, übernahm Christian Mühlfeld sein Amt und führte den Chor zu weiteren Erfolgen. Sein Nachfolger wurde Julius Meininger. Die Reger Orgel von 1908/09 konnte bis heute im Originalzustand erhalten werden. Sie wurde vom Meininger Hofkapellmeister Max Reger, dem Leipziger Thomaskantor Karl Straube und dem Frankfurter Orgelbauer Sauer gemeinsam entwickelt. 1987 war das Hauptwerk der Orgel durch abbröckelnden Deckenputz unbespielbar geworden. Nach Öffnung der innerdeutschen Grenze baute Herr Plodeck aus Frankfurt am Main ein Bekannter des Salzunger Kantors Schmidt, mit Freiwilligen die Reger Orgel auseinander. Sie wurde gereinigt, zusammengesetzt und unter Obhut von Orgelbauern wieder bespielbar gemacht. 1992/93 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Turm und an der Außenfassade des Kirchenschiffes durchgeführt.

Katholische Kirche
Lage: Erzberger Allee


Einweihung als „Andreaskirche“ durch den Erzbischof von Bamberg - Dr. von Hauck am 14./15. Juli 1923
Im Mittelalter gab es eine Kapelle gleichen Namens. Das Schicksal dieser Kapelle war es, dass Sie mit Einführung der Reformation aufhörte zu bestehen. Ebenso wie zwei weitere Kapellen. Die Geschichte der jetzigen Katholischen Gemeinde beginnt mit dem 1. Katholischen Gottesdienst nach der Reformation am 3. Mai 1914. Das Haus, in welchem dieser stattfand wurde 1913 erworben und ist das heutige Pfarrhaus. Da die Andreaskirche während der Inflation erbaut wurde, ist Sie die teuerste in Bad Salzungen. Die Kosten beliefen sich auf 76 Billionen, 820 Milliarden, 424 Millionen und 747.122,- DM. Diese Summe ist für uns heute unvorstellbar. 1986 - 1989 wurde die Kirche außen und innen erneuert.

Kirche Sankt Wendel
Lage: August-Bebel-Straße


Lt. Chronik wurde die vom Salzunger Bürger Heinrich Fulda erbaute Kirche St. Wendel 1486 geweiht. Der heilige Wendel(in) galt im Mittelalter als Schutzherr des Weideviehs. Die Kirche ist sehr einfach und relativ schmucklos gestaltet. Im Inneren steht eine eingeschossige Empore aus Holz an der West- und Nordseite. Die horizontale Decke ist aus roh gezimmerten Balken hergestellt. Der Platz für den Altar ist nur durch Erhöhung des Fußbodens um eine Stufe abgegrenzt. Eine Kanzel aus Stein steht auf einem aus der Stützmauer heraustretenden Pfeiler. Das Gestühl ist nicht mehr vorhanden. Dieses war früher mit roh gezimmerten Klappsitzen, verziert mit einigen ausgesägten Spitzbogen, ausgestattet.

Ruine Husenkirche
Lage: Husenfriedhof, Leimbacher Straße

Die Kirche ist ein rechteckiger Bau mit rechteckigem Altarraum an der Ostseite. An diesem befindet sich auf jeder Seite ein großes spitzbogiges Fenster mit steinernem Maßwerk von Fischblasenform. Die Dachkonstruktion war sehr einfach gehalten. An der Holzkonstruktion der Decke befanden sich spärliche Formen von spätgotischem Charakter (während des 2. Weltkrieges wurde das Dach durch die Explosion eines Munitionswaggons weggerissen). Die einzige bemerkenswerte Kunstform aus Stein ist eine Sakramentsnische aus der Zeit um 1550 – 1600. Ihre Geschichte nimmt ein weit höheres Alter in Anspruch, als die jetzt an dieser Stelle stehende Ruine vermuten läßt. Sie war die erste christliche Kultstätte der Salzunger Mark. Wahrscheinlich 775 vom Kloster Hersfeld aus angelegt und dem heiligen Georg, dem Drachentöter und Überwinder des Heidentums geweiht. Ein steinerner Kirchenbau von 1161 wurde durch einen spätgotischen nach 1500 ersetzt. 1533 wurde die Pfarrei und Kaplanei zu Husen auf Anordnung des Kurfürsten Johann von Sachsen mit der Simpliciuskirche in der Stadt vereinigt und das Gotteshaus diente fortan nur noch als städtische Friedhofskirche.

Klosterkirche
Lage: Ortsteil Kloster, Eisenacher Str. 28

Am Wohngebäude in der Eisenacher Straße kann man an der Giebelseite noch Reste des einstigen Klosters erkennen. Lt. Chronik wurde das Kloster offenbar von den Herren von Frankenstein gestiftete und 1272 erstmals erwähnt. Nach einer Urkunde soll die Gründung 1270 erfolgt sein. Das Kloster beherbergte etwa 45 Nonnen. Im Bauernkrieg fiel auch das Kloster Plünderungen des „Werrahaufen“ zum Opfer. Nach der Säkularisation von 1528 wurde das Kloster nicht mehr genutzt. Ein großer Teil der Sandsteine wurde nach dem Stadtbrand von 1786 zum Wiederaufbau der Stadtkirche verwandt.

Kriegerdenkmal
Lage: Rathenau Park

- Einweihung am 23. Oktober 1904 zum Gedenken an die Gefallenen des Deutsch Französischen Krieges
- 1954 wurden veränderte Schrifttafeln angebracht und der bronzene Adler von der Spitze genommen.
Heute mahnt es zum Frieden und Gedenken an die Opfer der Kriege 1870/71, 1914 - 1918, 1939 - 1945.

Wucke Denkmal
Lage: Rathenau Park, Nähe Burgsee

Das Denkmal ist einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des vorigen Jahrhunderts gewidmet dem Heimatdichter und Sagenforscher Ludwig Wucke. Er wurde am 28. Januar 1807 im Hause des heutigen Cafe Bein am Marktplatz geboren und verschied am 1. Mai 1883 in seiner Vaterstadt, die er sehr liebte und deren Bürger „ihren“ Ludwig Wucke mehr als verehrten. Errichtet wurde das Denkmal am 30. April 1911.

website content management by sitewizard