Bad Langensalza

Die Kurstadt Bad Langensalza (186 NN) liegt in einer fruchtbaren Landschaft am Flüsschen Salza, das

2 km östlich in die Unstrut mündet, im westlichen Bereich des Thüringer Kernlandes. Vom Flüsschen Salza ist der Name der Stadt hergeleitet, dessen älteste Bezeichnung Salzaha gewesen ist. Bronzezeitliche Gräberfunde, Besiedlungsfunde der gesamten Jungsteinzeit, Bodenfunde der mittleren Bronzezeit, latenezeitliche Urnengräberfunde und prähistorische Siedlungsnachweise der Römischen Kaiserzeit in d

Geschichtliche aus Bad Langensalza

Bad LangensalzaDie Kurstadt Bad Langensalza (186 NN) liegt in einer fruchtbaren Landschaft am Flüsschen Salza, das 2 km östlich in die Unstrut mündet, im westlichen Bereich des Thüringer Kernlandes.
Vom Flüsschen Salza ist der Name der Stadt hergeleitet, dessen älteste Bezeichnung Salzaha gewesen ist.
Bronzezeitliche Gräberfunde, Besiedlungsfunde der gesamten Jungsteinzeit, Bodenfunde der mittleren Bronzezeit, latenezeitliche Urnengräberfunde und prähistorische Siedlungsnachweise der Römischen Kaiserzeit in der näheren Umgebung der Stadt Bad Langensalza zeugen von der jahrtausendelangen Besiedlung des Gebietes.
Die älteste schriftliche Erwähnung des Ortes Salzaha findet man im Brevarium des Bischoffs Lullu für das Kloster Hersfeld. Dieses Schriftstück ist zwar nicht datiert, es ist aber bekannt, dass Bischof Lullu im Jahre 786 verstorben ist.
Das erste genau datierte Schriftstück, in dem Salza aufgeführt ist, stammt aus dem Jahre932.
Die Lage des ursprünglichen Dorfes befand sich am SO-Rand des heutigen Stadtgebietes. Nach der großen Reiterschlacht zwischen dem kaiserlichen Heer Heinrich IV. und den vereinigten Heeren der Sachsen und Thüringer im Jahre 1675, siedelten sich die Bewohner Salzas einige Kilometer flussaufwärts in geschützterer Lage an. Im 11. Jahrhundert taucht das weit verzweigte Geschlecht der Herren von Salza auf. Als Ministerialien Heinrichs des Löwen für das Kloster Homburg schwangen sie sich später zu den Herren von Salza auf.

Das Kloster Homburg, gelegen zwischen Salza und Thamsbrück an der Unstrut, geht möglicherweise auf eine von Karl dem Großen gegründete Pfalz oder Burg zurück. Am 13.September des Jahres 1073 fand hier ein Fürstenkongress statt. Die Dryburg der Herren von Salza gründet sich auf drei Bad LangensalzaBurganlagen:

- die Wasserburg in den Oberhöfen (Stadtteil Ufhoven)
- die Burg in der Altstadt
- die Burg in den Niederhöfen (Grabenweg/Burggasse).

Im Jahre 1212 wurde das Schloß Dryburg von Kaiser Otto IV belagert, weil die Herren von Salza den Landgrafen Hermann I. von Thüringen unterstützten. Die Belagerten ergaben sich nach kurzem Widerstand. Der Kaiser verlieh daraufhin dem Dorf Salza das Stadtrecht. Mit der Erhebung zur Stadt beginnt die Ummauerung bis1282.

Bad LangensalzaBesitzstreitigkeiten zwischen dem Landgrafen Friedrich II. und dem Erzbischof Gerlach von Mainz führten 1346 zur fast vollständigen Zerstörung der Stadt. Nach Ihrer endgültigen Einigung beschlossen sie, dass die drei Stadtteile zusammen gelegt werden, einen gemeinsamen Rat bilden und eine gemeinsame Stadtmauer errichten sollen. Die neue Stadtmauer enthielt 7 Tore und 24 Wachtürme.
Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einer der bedeutendsten Waidstädte Thüringens. Bis zu 8000 Zentner des begehrten Farbstoffes wurden jährlich exportiert. Die Stadt blühte allmählich wieder auf und dehnte sich immer mehr längs der Salza aus. Diese Tatsache brachte ihr im Volksmund den Namen Langen - Salza ein. Als amtlicher Name Langensalza kommt der Name erst 1578 auf.
Bad LangensalzaNeben den ältesten Erwerbszweigen Ackerbau und Viehzucht treten in diesen Jahren die Handwerksberufe der Tuchmacher, Wollweber und Gerber in den Vordergrund. Die Ideen des Bauernkrieges erreichten auch die Stadt Salza. Mehrere hundert Salzaer nahmen am Aufstandteil. Die Stadt musste nach der Niederwerfung des Bauernaufstandes 7000 Gulden Strafezahlen und über 41 Salzaer Bürger wurde die Todesstrafe verhängt.
Die Reformation hielt im Jahre 1539 Einzug in die Stadt. Die Klöster Homburg, das Weißfrauenkloster, das Barfüßerkloster und das Augustinerkloster sowie die Liebfrauen-, Augustiner- und Jakobskirche verloren immer mehr an Bedeutung. Während des 30-jährigenKrieges (1618-1648) wurde die Hälfte der Einwohnerschaft durch Plünderung, Mord, Zerstörung und die Pest getötet.
Im Jahre 1711 fielen 1000 Gebäude, darunter 300 Wohnungen den Flammen eines Großbrandes zum Opfer. Die heutige Stadtanlage stammt aus der Zeit nach 1711.
Ein geräumiger, großer Marktplatz fehlt. Straßenerweiterungen und Ausbuchtungen wurden zur Abhaltung der Märkte genutzt. Noch geläufige Namen wie Holzmarkt, Kornmarkt, Leinecke und Töpfermarkt weisen auf die ehemalige Verwendung hin. Der mittelalterliche Stadtkern ist als Flächendenkmal ausgewiesen und seine Bauten aus unterschiedlichen Bauepochen als auch die verwinkelten Straßen und Gassen weisen darauf hin, dass der Ort als dörfliche Siedlung das Stadtrecht erhielt.
Im 7-jährigen Krieg, am 14.02.1761, kämpften die verbündeten Preußen und Hannoveranerin Langensalzas Fluren siegreich gegen Franzosen und Reichsarmee. Und hundert Jahre später standen sich Preußen und Hannoveraner an gleicher Stelle gegenüber.

Bad LangensalzaAm 27.06.1866 fand die Schlacht bei Langensalza statt. Die Hannoveraner gewannen zwar die Schlacht, mussten aber am 29.06.1866 in Langensalza kapitulieren. Mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch den blinden König Georg V. von Hannover, hörte das Königreich Hannover auf zu bestehen. Erstmals, und dies ist erwähnenswert, kümmerten sich in dieser Schlacht mit dem "Roten Kreuz" gekennzeichnete Sanitätstrupps um die Verwundeten.
Der 2. Weltkrieg hinterließ relativ wenig Schäden. Eine Luftmine und einige Brandbombenzerstörten Gebäude in der unteren Langen Straße, und 16 Menschenleben waren zu beklagen. Die Einnahme der Stadt durch die amerikanischen Einheiten erfolgte am 05.04.1945. Im Juli1945 übergaben die Amerikaner der sowjetischen Armee die Verwaltung der Stadt. In den50er Jahren entstanden die Wohnblocks im Norden der Stadt. Anlässlich der 600-Jahr-Feierzur Vereinigung der 3 Stadtteile erhielt die Stadt Langensalza das Prädikat "Bad" verliehen.

Gewerbegebiete Nord und Ost, der Bau der neuen Kläranlage und des Hauptsammlers, Außensanierungen, Betriebsansiedlungen und der Erhalt der Kur sind einige der markanten Ergebnisse dieser Zeit.
Bei einem Spaziergang durch das heutige Bad Langensalza begegnet der Besucher vielen baulichen Zeitzeugen der langen Geschichte dieser Stadt. Der denkmalgeschützte Altstadtkern wird noch fast komplett von dem gut erhaltenen Stadtmauerring umschlossen. Das Klagetor, der Schwibbogen und 16 Stadttürme sind von 7 Stadttoren und 24 Türmen erhalten geblieben. Begleitet wird der Stadtmauerring von einem Grüngürtel, welcher den Stadtkern von der Stadtperipherie trennt. Die ersten Neubauten außerhalb der Stadtmauer wurden erst um die Jahrhundertwende errichtet.
Malerische Bürgerhäuser unterschiedlicher Bauepochen aus dem 15. bis 19. Jahrhundertprägen das Stadtbild. Viele Schnitzereien, Stuckornamente, Familien- und Zunftwappen und Portale zieren die Häuser der Altstadt. Die große Zahl von Portalen und Türmen brachte Bad Langensalza auch den Beinamen "Stadt der Türme und Portale" ein.
Die Marktkirche "St. Bonifacii" (Spätgotik/Renaissance), die Bergkirche "St. Stephani" (Gotik), das Schloss Dryburg, das Friederikenschlösschen und das Rathaus stellen die markantesten Gebäude der Altstadt dar.
Wichtige Handelsstraßen kreuzten unser Stadtgebiet. So war es die Fränkische Straße (von Frankfurt-Leipzig), die "Alte" Straße (Nürnberg-Weißensee /Nordhausen/Magdeburg) und die Straßen von Erfurt nach Mühlhausen.

Wir heißen Sie in unserem schönen Rosengarten recht herzlich willkommen

Bad LangensalzaDie Mitarbeiter Im Rosenmuseum stehen Ihnen für jede Frage zur Verfügung.
Das Rosenmuseum lädt Sie auf einen Besuch ein, bei dem sie sich umfassend über die Rosenzüchtung in Bad Langensalza informieren können. Es werden die unterschiedlichen Rosenarten ausgestellt, sowie auch die ortsansässigen und überregionalen Züchter. Viele Abbildungen von Rosen und Betrieben helfen zur Veranschaulichung und lassen Ihren Besuch nicht langweilig werden. Eine Ausstellung von Fotos der Kür der Rosenkönigin und ein ausführlicher Abriss über die Geschichte der Rosenzüchtung dürfen natürlich nicht fehlen. Weiterhin steht Ihnen eine Menge Informationsmaterial sowie Postkarten und Prospekte über die ganze Stadt zur Verfügung.

Rosenzüchtungen aus Bad Langensalza
Dieses Jahr feierte unser Rosengarten das zweijährige Bestehen mit einem prunkvollen Fest. Der Tradition entsprechend wurde eine Rosenkönigin gekürt. Viele hochrangige Gäste waren dabei anwesend um zu sehen, wie der Bad Langensalzaer Rosengarten in frischer Pracht erstrahlte. Der Garten ist komplett bepflanzt, hauptsächlich mit Rosen von hier ansässigen Züchtern. Man kann herrliche Rundgänge machen. In der ruhigen idyllischen Atmosphäre einfach nur Ausspannen.

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